REFERENT*INNEN

Gabi dan Droste...
ist freischaffend tätig in Projekten der Kulturellen Bildung und in Tanz und Performances für junges Publikum als Projektentwicklerin, Dramaturgin, Spielleiterin/Co-Regisseurin, zuletzt in der Tanz-Produktion für Kinder (6+) 'Ich bin's, deine Schwestern' mit dem Choreographen Martin Nachbar. Ihr Interesse gilt der Koordinierung kollektiver Entwicklungsprozesse sowie partizipativen Strategien und performativen Ansätzen in Lern-, Forschungs- und Kunstprozessen; dieses Interesse speist sich aus meiner Neugier für die produktive Reibung von (kindlichen und erwachsenen) Perspektiven und für eine Kunst der Selbstermächtigung. 

Jan Deck
ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator schwerpunktmäßig mit seiner Gruppe Profi Kollektion und mit theaterperipherie, aber auch mit anderen Künstler*innen. Zudem ist er Geschäftsführer des hessischen Landesverbandes laPROF und Mitglied verschiedener Juries und Beiräte. Er kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft, u.a. bei Politisch Theater machen (Hg. mit Angelika Sieburg) und Stop teaching! (Hg. Mit Patrick Primavesi). Letzteres befasst sich mit zeitgenössischen Theaterprojekten mit Kindern und Jugendlichen und befragt unter anderem auch, wie dort Machtverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen auf welche Art und Weise produziert und reflektiert werden.

Prof. Dr. Romi Domkowsky
ist promovierte Theaterpädagogin und hat mehr als zehn Jahre lang Theater mit Kindern ab 4 Jahren gemacht. Seit 2012 ist sie Professorin an der Evangelischen Hochschule Berlin. Darüber hinaus ist sie in der theaterpädagogischen Aus- und Weiterbildung in Deutschland, der Türkei und der Schweiz tätig. Sie sieht sich selbst als Akteurin an der Schnittstelle zwischen Kunst, Lehre und Forschung. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis der BAG Spiel & Theater „Theaterspiel und Kindheit“ entwickelte sie das Tagungsthema „Kinder Macht Theater“.

Christian Gundlach
Die Partizipation junger Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebenswelt ist das tägliche Brot des Erziehungswissenschaftlers aus dem Leipziger Kinderbüro. Dabei lernt er regelmäßig die unterschiedlichen Handlungslogiken von Erwachsenen aus Politik oder Verwaltung kennen und versucht diese mit den Interessen der Kinder zu verbinden. Die Ergebnisoffenheit der Beteiligungsprozesse kollidiert dabei schon ganz gern mit den Machtstrukturen der Institutionen, aber auch denen in den Köpfen der Erwachsenen.

Ulrike Hatzer
ist Theaterregisseurin, Konzeptentwicklerin und Dozentin. Als Regisseurin inszeniert sie an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen, u.a. in München, Gera, Potsdam, Bonn, Duisburg, Braunschweig und im Bereich des professionellen Kinder- und Jugendtheaters.

Als Konzeptentwicklerin erfindet sie seit Jahren partizipative Formate mit und für Städte/Regionen und deren Bevölkerung. Gastdozenturen und Lehraufträge führten sie an die LMU München, die UdK Berlin und HMT Leipzig. Seit 2010 ist sie mit der Entwicklung und Durchführung des Ausbildungsschwerpunkts „Expertentheater“ für Regiestudierende am Mozarteum Salzburg betraut.

Von 2010 bis 2016 entwickelte sie ein spezielles Nachgesprächsformat für das Theatertreffen der Jugend in Berlin, das sie auch moderierte.

Eva Plischke
ist Performerin, Kulturwissenschaftlerin und künstlerisch Forschende. Sie ist Mitbegründerin der Gruppe Turbo Pascal, mit der sie interaktive Performances und partizipative Projekte an Häusern und Festivals im deutschsprachigen Raum zeigt (sophiensaele Berlin, Theater Freiburg u.a.). Zudem realisiert sie Projekte kultureller Bildung und Forschung, u.a. am Fundus Theater/Forschungstheater Hamburg.

Eva Plischke: „Mit Teilhabe & Forschung habe ich mich intensiv aber nicht abschließend im künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkolleg „Versammlung und Teilhabe“ (Hamburg) beschäftigt. Da habe ich gemeinsam mit Schüler*innen u.a. selbstermächtigt das Junge Institut für Zukunftsforschung (2013/14) ins Leben gerufen. Macht- und Rollenfragen sind für mich jedem künstlerischen und politischen Prozess implizit. In den Arbeiten von Turbo Pascal stehen Schüler*innen und Performer*innen oft gemeinsam auf der Bühne und machen Machtverhältnisse zwischen sich und/oder dem Publikum explizit zum Thema (u.a. Die Paten 2016).“

Prof. Dr. Patrick Primavesi…
ist Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Praxis und Theorie von Theater, Tanz und Performance, Körperpolitik und Repräsentationskritik, Öffentlichkeit und Bewegung im urbanen Raum. Publikationen u.a.: Momentaufnahme Theaterwissenschaft (als Hg., zus. mit Günther Heeg u.a., Berlin 2014) und Stop Teaching! Neue Theaterformen mit Kindern und Jugendlichen (als Hg., zus. mit Jan Deck, Bielefeld 2014).

David Reuter
arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Theater und Vermittlung. Viele Jahre leitete er die Werkstatt Spiel und Bühne an der UdK Berlin und war Juniorprofessor für Kunst in Aktion an der HBK Braunschweig. Er ist als Theater-, Kunstlehrer und Kulturbeauftragter an der Hector-Peterson-Schule in Berlin Kreuzberg seit fünf Jahren damit beschäftigt, in Zusammenarbeit mit dem HAU Theater in Berlin, die Machtverhältnisse in der Schule, wie in der Theaterarbeit, mit den Jugendlichen zu hinterfragen und zu verändern.

Nele Roels...
is the manager of KOPERGIETERY, a house for performing arts in the centre of Ghent – Belgium/Flanders. She runs KOPERGIETERY together with the artistic director, Johan De Smet.Nele Roels studied languages (Spanish and French); lived in Spain for a while. After she got back to Belgium, she launched her professional career working as a journalist for a national newspaper, writing about political, cultural and social issues. In 2000 she started to work for KOPERGIETERY.

Sina Solaß
Aufgewachsen in Eisenach studierte sie Theaterwissenschaften, Anglistik und Germanistik an der Universität Leipzig. Ab dem Jahr 2002 arbeitete sie als Dramaturgin und Theaterpädagogin am Freien Eisenacher Burgtheater, dem Landestheater Schwaben und am Deutschen Nationaltheater Weimar. Seit 2011 ist sie Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weimar und leitet in dieser Funktion das Kinderbüro. Hier ist sie täglich in Machtkämpfe zwischen Erwachsenen aus Politik und Verwaltung und Kindern in der Stadt verwickelt.

Tuğba Tanyılmaz…
ist Erzieherin und Sozialarbeiterin, z.Zt. Geschäftsführerin des Migrationsrates Berlin Brandenburg, langjährige Bildungsreferentin im Bereich machtkritische Bildung und Projektleiterin der Initiative intersektionale Pädagogik.

Christiane Véricel
Founder and artistic director of Image Aiguë, Christiane Véricel draws inspiration from the cultural and human diversity of the adult and child actors she has met. She creates a theatre that is sensitive, vibrant and colourful; a theatre that wishes to contribute to a world of sharing and diversity.

Christiane Véricel: „Evoking the power, is what we always do! The theater of Image Aiguë deals with the current news: reinventing on stage (as in life) the issues of power is at the heart of all our stories. We make theater for awakening the eye and thinking of children through their humour, for giving them keys to read the book of life that is sometimes so complex."

IMAGE AIGUE

Image Aiguë (Lyon, France) is an independent artistic group, founded in 1983 and directed by female artist Christiane Véricel. It creates physical theatre shows that promote a philosophy of tolerance and peace. The group has a strong international profile, leading cooperative projects and touring 34 original creations in about 40 countries worldwide. From 2015, Image Aiguë initiated «Chôros», a cultural cooperation platform with partners from Bosnia-Herzegovina, Georgia, Morocco and Portugal, concerned with societal issues.

Sven Woytek
ist Erzieher und Sozialarbeiter, langjährige Tätigkeit in der ambulanten Jugendhilfe sowie als Bildungsreferent und freier Trainer im Bereich machtkritische Bildung und Projektkoordinator der Initiative intersektionale Pädagogik.

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bedienen wir uns immer wieder theaterpädagogischer Methoden, um zusammen gesellschaftliche Machtverhältnisse zu ergründen und kritisch zu reflektieren.

i-Päd – intersektionale Pädagogik

existiert seit August 2011. Es ist ein Projekt, das die Anerkennung der Komplexität von Identitäten in der Pädagogik fördert. In unserem Ansatz gehen wir davon aus, dass all diese Merkmale für alle Menschen relevant und unterschiedlich sind.

Wir als Team von Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Politikwissenschaftler*innen und Psycholog*innen bieten unterschiedlichste Sichtweisen auf die Thematik. Die Workshops bieten eine Mischung aus persönlichem praktischen Erleben der Teilnehmer*innen, sowie dem Sammeln neuen Wissens durch Kurzvorträge und Erzählungen aus unserer Erfahrung. Wir bieten einen Raum schwierige Situationen in der Arbeit zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu finden.

 

JUROR*INNEN der Jury für das 7. Deutsche Kinder-Theater-Fest

Michael Assies
war Lehrer an der Lisa-Tetzner-Schule in Berlin und ist Stellvertretender Vorsitzender des BV TS. 

Roland Bedrich
arbeitet als Theaterpädagoge in der Jungen Wildnis am Theater der Jungen Welt Leipzig und ist Ansprechpartner der Kinderjury.

Romi Domkowsky
Angaben a.a.O.

Anna Eitzeroth
ist Dramaturgin und hat im Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland den Arbeitsschwerpunkt „Theater in der kulturellen Bildung“.

Katrin Freese
ist Spiel- und Theaterpädagogin BuT® und arbeitet freischaffend in Berlin, u.a. mit Kindertheatergruppen und als Dozentin in der Grundlagenbildung Theaterpädagogik.

Peter Galka
ist Theaterpädagoge am Jungen Ensemble Stuttgart und war beim 6. Deutschen Kinder-Theater-Fest 2014 in Stuttgart der künstlerische Leiter.

Jörg Ganzer
ist im Berufsleben Diplomlehrer Deutsch/Englisch und im Ehrenamt Amateurschauspieler und Sprecher des Arbeitskreises Kinder- und Jugendtheater im Bund Deutscher Amateurtheater e.V.

Die Juror*innen stehen den Teilnehmer*innen der Fachtagung gemeinsam mit Kindern der Kinderjury bei einem Vieraugengespräch zur Verfügung.