Informationen zu den geplanten Beiträgen und Formaten

Dialoge | Moderation: Ulrike Hatzer

In einer regelgeleiteten Gesprächssituation werden alle Teilnehmer*innen über die im Rahmen des Deutschen Kinder-Theater-Fests gezeigten Inszenierungen sprechen. Es geht darum, die Stücke zu beschreiben, eigene Eindrücke mitzuteilen und Prozesse nachzuvollziehen, sie zu reflektieren, einander Feedback zu geben, voneinander zu lernen und die Begriffe zu schärfen.

 

Interaktive Vorträge |

Und wer darf heute der Bestimmer sein? Machtverhältnisse in künstlerischen Prozessen mit Kindern“ Prof. Dr. Romi Domkowsky, Evangelische Hochschule Berlin, Vorstand BAG Spiel & Theater

Auch in künstlerischen Prozessen wird die Zusammenarbeit mit Kindern entscheidend von der Haltung der Erwachsenen geprägt. Welche Erwartungen haben Erwachsene, die Theater mit Kindern machen, grundsätzlich an eine künstlerische Arbeit? Was trauen sie Kindern zu? Was wünschen sie sich von ihnen im künstlerischen Prozess? Welche Gestaltungsmöglichkeiten räumen sie ihnen ein? Und sind sie an einem tatsächlichen Austausch von Impulsen, Erfahrungen, (impliziten) Wissen interessiert? Achtung! Dieser könnte das gesellschaftliche Machtverhältnis auf den Kopf stellen!

 

Macht kaputt was euch kaputt macht? - über den schmalen Grat der Freiheit in der Theaterarbeit mit Heranwachsenden an sogenannten Brennpunktschulen"David Reuter, Hector-Peterson-Schule in Berlin Kreuzberg

Der erste Theaterbesuch im Hebbel am Ufer endete fast in einer Schlägerei mit anderen Zuschauern, wurde aber auch zum Beginn einer gemeinsamen Suche nach einem alternativen Konzept in der Zusammenarbeit zwischen Theater und Schule. Dem schmalen Grat zu folgen, zwischen dem unkontrollierten Ausprobieren, der Zerstörungswut mancher Jugendlicher und dem Wunsch und Bemühen eine mit vielen partizipativen Momenten entwickelte Inszenierung zu präsentieren, ist riskant und nicht immer (gleich) erfolgreich.

 

Interaktiver Input |

Alle gleich, alle verschieden“Sven Woytek und Tuğba Tanyılmaz, i-PÄD / Initiative Intersektionale Pädagogik, Berlin

 Menschen werden an Normen gemessen: (zu) groß, (zu) dick, (zu) hübsch, (zu) intelligent – man entspricht der Norm und gehört dazu oder eben nicht. Wie entstehen diese Normierungen? Wie entstehen Ausschlüsse? Wer ist daran beteiligt? Wie schreibt man gängige Hierarchien fort und wie reproduziert man (unbewusst) Ausschlüsse? i-PÄD stellt das Konzept der Intersektionalität vor, das darauf abzielt, einen differenzierten Blick auf die Identitäten der Kinder und Jugendlichen, sowie der eigenen zu gewinnen.

 

Werkstattgespräche |

Mächtig stark - Möglichkeiten und Grenzen bei der Umsetzung der UN-Kinderrechte“Sina Solaß, Kinderbüro Leipzig, und Christian Gundlach, Kinderbüro Weimar

Bereits seit 1989 gibt es die UN-Kinderrechtskonvention, doch noch längst ist sie nicht in allen Bereichen unserer Gesellschaft angekommen. Chancengleichheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit, Beteiligung oder Vorrang des Kindeswohls sind wichtige Aspekte der Kinderrechte, die Einfluss auf die Gestaltung unserer Gesellschaft nehmen und deren Machtverteilung hinterfragen. Wie können Kinder dabei unterstützt werden, für ihre Rechte einzutreten und sich zu beteiligen? An welchen inneren und äußeren Hürden kann dies scheitern?

 

Austausch |

Stop teaching! Kinder und Jugendliche auf den Bühnen des professionellen, zeitgenössischen Theaters“Jan Deck, freier Theaterschaffender, Prof. Dr. Patrick Primavesi, Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig, Gabi dan Droste, freie Theaterschaffende

Ein Dialog zwischen Jan Deck, Patrick Primavesi und Gabi dan Droste zur Frage, wie und warum zeitgenössische professionelle Theaterproduktionen mit Kindern und Jugendlichen auf der Bühne umgehen. Wie werden Machtverhältnisse reflektiert und thematisiert? Welche Paradoxien bringen solche Arbeiten hervor? Was kann man für Rückschlüsse aus solchen Projekten für den Bereich Kulturelle Bildung ziehen? Woher kommt überhaupt das Interesse von Künstler*innen an Kindern und Jugendlichen und in welchem gesellschaftlichen Kontext finden diese Produktionen statt? Anhand von Ausschnitten aus besonders paradigmatischen Produktionen reflektieren Droste, Primavesi und Deck über Chancen und Grenzen von Theaterprofis Projekten mit Kindern und Jugendlichen.

 

„Manger et Méditer - Über Grenzen hinweg“Ein Gespräch zwischen den Künstler*innen Johan de Smet aus Belgien (angefragt), Christiane Véricel aus Frankreich (angefragt) und Gabi dan Droste bei kulinarischen Häppchen aus Belgien, Frankreich und Deutschland.

Die beiden künstlerischen Leiter*innen Christiane Vericel und Johan de Smet können auf langjährige Erfahrungen in der (Theater-)arbeit mit Kindern zurückschauen und von den heutigen Herausforderungen berichten. Welche Arbeitsweisen verfolgen sie? Welche Fragen prägen ihren Arbeitsalltag? Welche Stellung haben Kinder, in der Arbeit am eigenen Haus und in den unterschiedlichen Gesellschaften? Welche Kindheitsbilder finden sich in ihren jeweiligen Ländern? Ein Gespräch mit Gabi dan Droste, die die Darstellenden Künste für junges Publikum in Europa beobachtet.

 

Performativer Input |

 „Was wäre, wenn Kinder...? [Füge dieser Frage einen Teil hinzu]Gesammelte Gedanken über das Teilhaben an Forschung & das Erforschen von Teilhabe“Eva Plischke, Performerin und Kulturwissenschaftlerin, Hamburg

Kinder an welche Macht !? In der Kindheitsforschung als auch im Theater wird die Kategorie Kindheit und damit einhergehende Benachteiligungen und Handlungs-(un)möglichkeiten kritisch befragt. Was heißt es, Kinder als gesellschaftliche Akteure ernst zu nehmen? Wie kann Teilhabe von Kindern in und mit szenischen Forschungsprozessen gestaltet und anders auf die Probe gestellt werden? Eva Plischke teilt und sammelt Gedanken über die Teilhabe von Kindern an Forschung und über das Erforschen von Teilhabe. Da steht am Anfang oft eine Frage, die mit 'Was wäre, wenn...' beginnt.

 

Speed-dating (oder: Vieraugengespräch) |

Gespräch mit Juror*in

Michael Assies, Roland Bedrich, Romi Domkowsky, Katrin Freese, Peter Galka, Anna Eitzeroth, Jörg Ganzer

und Kinderjuror*innen

Karline Baldus, Lotta Buchele, Rebekah Clugston,Emma Hänisch, Emilia Schroeter, Franka Wackwitz,Caroline Winkler, Pelle Buchele, Erik Schreiber

Bei einer Tasse Tee haben Sie 7 Minuten Zeit für all Ihre Fragen, die Sie einer Jurorin oder einem Juror Ihrer Wahl stellen wollen.